Krampfadern entfernen
Das Entfernen von Krampfadern, medizinisch Varizenbehandlung, ist ein gängiger Eingriff zur Therapie erweiterter Venen. Ziel ist es, den gestörten Blutfluss zu korrigieren, Beschwerden wie Schmerzen und Schwellungen zu lindern sowie das Risiko von Komplikationen wie Thrombosen oder Hautgeschwüren zu senken.
Typische Symptome, die eine Entfernung erforderlich machen, sind sichtbare, geschlängelte Venen, Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe und Hautveränderungen. Unbehandelt können Krampfadern zu chronischer Venenschwäche führen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Zur Diagnostik wird in der Regel eine Doppler- oder Duplexsonographie eingesetzt, um den Blutfluss zu analysieren und das Ausmaß der Venenschädigung zu bestimmen. Diese präzise Untersuchung ist entscheidend, um die geeignete Behandlungsmethode auszuwählen und Rückfälle zu vermeiden.
Methoden zur Entfernung von Krampfadern umfassen klassische Stripping-Operationen, minimalinvasive Verfahren wie endovenöse Lasertherapie (EVLT) oder Radiofrequenzablation (RFA) sowie die Schaumsklerotherapie. Moderne Techniken sind schonend, ermöglichen eine schnelle Genesung und sorgen für ästhetisch ansprechende Ergebnisse.

Wer ist Dr. Ahmet Bekin?
Dr. Ahmet Bekin, einer der Ärzte, die in Istanbul Hernienoperationen durchführen, ist auf Allgemeinchirurgie spezialisiert. Während seiner medizinischen Laufbahn hat er umfangreiche Erfahrung in der Hernien-, Reflux- und Adipositaschirurgie sowie in fortgeschrittenen laparoskopischen und roboterassistierten Anwendungen gesammelt. Er behandelt seine Patienten mit modernen Methoden wie minimal-invasiver Chirurgie, Laseroperationen, Eingriffen mit nur einem Schnitt (Single Incision Surgery), endokriner und onkologischer Chirurgie. Er spricht neben Türkisch auch Englisch und Arabisch.
- 2000 – 2006 Medizinische Fakultät der Universität Kocaeli
- 2006 – 2011 Medizinische Fakultät der Universität Istanbul (Çapa) – Facharztausbildung Allgemeinchirurgie
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Wie wird die Diagnose Krampfadern gestellt?
Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine ärztliche Untersuchung. Um die Diagnose zu sichern und das weitere Vorgehen festzulegen, ist jedoch eine Doppler-Ultraschalluntersuchung der Beinvenen notwendig. In sehr seltenen Fällen kann auch eine Venographie durchgeführt werden.
Welche Symptome treten bei Krampfadern auf?
- Schmerzen oder eher ein Ziehen in den Beinen
- Die Schmerzen oder das Ziehen nehmen nach langem Stehen zu
- Sichtbare, hervortretende Venen an den Beinen
- Bläuliche Verfärbungen (Hämatome) an den Beinen
- Gekräuselte, gewundene Venen
- Schwellungen an Füßen und Beinen nach längerem Stehen
- Dauerhafte Verfärbungen an den Fußgelenken und im Laufe der Zeit offene Wunden
Wie entstehen Krampfadern?
Die Venen der Beine transportieren das Blut mithilfe von Klappen und durch die Kompression der Beinmuskulatur nach oben. Bei einer Funktionsstörung der Venenklappen erweitern sich die Gefäße und das Blut kann in den Gefäßen gerinnen. Krampfadern entstehen typischerweise bei:
- Personen mit genetischer Veranlagung
- Menschen mit Bewegungsmangel
- Personen, die aufgrund ihrer Arbeit lange stehen müssen
- Menschen, die in warmen Klimazonen leben
- Starkem Nikotin- und Alkoholkonsum
- Bestimmten Lebererkrankungen
- Frauen nach einer Schwangerschaft
Wer ist von Krampfadern betroffen?
- Bei Frauen treten Krampfadern häufiger auf als bei Männern. Die hormonelle Struktur von Frauen führt dazu, dass die Elastizität der Venen schneller abnimmt.
- Die Schwangerschaft erhöht das Risiko zusätzlich, da sowohl die hormonellen Veränderungen als auch die wachsende Gebärmutter Druck auf die Bauchvenen ausüben und somit zur Erweiterung der Beinvenen führen.
- Verhütungsmittel oder Medikamente zur Verzögerung der Menopause
- Genetische Faktoren, die bei fast allen Krankheiten eine Rolle spielen
- Beruflich bedingt lange stehende Menschen
- Menschen, die in heißen Regionen leben
- Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko – im Alter von 35–45 Jahren beträgt die Prävalenz ca. 50 %, bei über 75-Jährigen liegt sie bei etwa 90 %.
- Starker Nikotin- und chronischer Alkoholkonsum
- Übergewichtige Personen
- Personen mit chronischer Verstopfung
Wie werden Krampfadern behandelt?
Die Behandlung von Krampfadern hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Am wichtigsten ist der Zustand des tiefen Venensystems, der mittels Doppler-Ultraschalluntersuchung beurteilt werden sollte. Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind:
Minimalinvasive Behandlungsmethoden (ohne Operation)
Die Wahl der Behandlung erfolgt nach gründlicher Untersuchung durch den Facharzt.
Lasertherapie bei Krampfadern
Es gibt zwei Laserverfahren:
– Externe Lasertherapie
Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, das einem Laser zur Epilation ähnelt und auf die Hautoberfläche aufgebracht wird. Es wird vor allem bei ästhetisch störenden, oberflächlichen Krampfadern angewendet. Die Behandlung erfolgt ohne Anästhesie und die Patienten können sofort ihren Alltag fortsetzen.
– Endovenöse Lasertherapie (EVLA)
Dieses Verfahren wird im OP durchgeführt, besonders bei Patienten mit Veneninsuffizienz. Nach lokaler Anästhesie oder Sedierung wird unter Ultraschallkontrolle eine Lasersonde in die Vene eingeführt und das Gefäß von innen verödet.
Radiofrequenztherapie
Die Methode ähnelt der Lasertherapie – es wird eine Radiofrequenzsonde in die Vene eingeführt. Im Unterschied zum Laser werden Radiowellen eingesetzt. Da sich der Laser als effektiver erwiesen hat, wird diese Methode seltener verwendet.
Sklerotherapie (Schaumbehandlung)
Dieses Verfahren wird besonders bei Patienten ohne Veneninsuffizienz zur Behandlung von oberflächlichen Besenreisern angewendet. Über eine feine Nadel wird Schaum in die Vene gespritzt und das Gefäß verschlossen. Bei größeren Venen ist die Methode nicht geeignet; hier ist die Lasertherapie meist effektiver.
Operative Behandlung von Krampfadern
Chirurgische Methoden werden heute dank neuer Technologien nur noch selten angewendet, kommen aber noch in einigen Kliniken zum Einsatz.
Stripping-Venektomie
Unter Allgemein- oder Spinalanästhesie wird die erkrankte Vene im Bereich des Knöchels und der Leiste freigelegt und durchtrennt. Anschließend wird ein Draht durch die Vene geführt und diese komplett entfernt. Wegen der großen Schnitte und der damit verbundenen Risiken wird die Methode heute nur noch selten angewandt.
Paket-Exzision
Wird meist zusammen mit der Stripping-Operation bei großen, gekrümmten Venen unterhalb des Knies durchgeführt. Aufgrund der ästhetischen Nachteile und Operationsrisiken sowie der heutigen technischen Möglichkeiten wird das Verfahren kaum noch eingesetzt.






